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Verdi bestreikt die MVB Drei Tage lang keine Busse und Bahnen in Magdeburg

In Magdeburg gibt es von Donnerstag, 0 Uhr, bis Sonntag, 3.15 Uhr, keinen regulären Bus- und Straßenbahnverkehr der MVB. Grund ist ein Streik, zu dem Verdi aufgerufen hat. Was das für Auswirkungen hat.

Von der Lokalredaktion Magdeburg 25.02.2026, 18:00
Die Gewerkschaft Verdi bestreikt die Magdeburger Verkehrsbetriebe. Von Donnerstag, 0 Uhr, bis Sonntag, 3.15 Uhr, wird es in der Landeshauptstadt keinen regulären Straßenbahn- und Busverkehr geben.
Die Gewerkschaft Verdi bestreikt die Magdeburger Verkehrsbetriebe. Von Donnerstag, 0 Uhr, bis Sonntag, 3.15 Uhr, wird es in der Landeshauptstadt keinen regulären Straßenbahn- und Busverkehr geben. Symbolfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Magdeburg. - Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) werden ab Donnerstag (26. Februar 2026) drei Tage lang bestreikt. Erst am Sonntag ab 3.15 Uhr sollen wieder Busse und Straßenbahnen regulär rollen. Für Donnerstag und Freitag wollen die MVB einen Notverkehr zu den großen Kliniken einrichten. Zu dem Warnstreik hat Verdi aufgerufen. Die Gewerkschaft will im laufenden Tarifstreit um bessere Arbeitsbedingungen Druck aufbauen. Die MVB kritisieren das als „nicht nachvollziehbar und unangemessen“. So wirkt sich der Streik in Magdeburg aus. Der Artikel wird aktualisiert.

18 Uhr: Noch bis Mittwochnacht rollt der Bus- und Straßenbahnverkehr der MVB in Magdeburg. Im Nachtverkehr wird der letzte planmäßige Anschluss am Alten Markt um 23.45 Uhr stattfinden. Ab Donnerstag, 0 Uhr, ist dann zunächst Schluss - ab dem Zeitpunkt soll der Warnstreik laufen.

MVB richten Notverkehr zu den Kliniken in Magdeburg ein

Wegen des Streiks wird es an den drei Tagen keinen regulären Straßenbahn- und Busverkehr geben. Die MVB hat für Donnerstag und Freitag jeweils von etwa 6 bis 20 Uhr einen eingeschränkten Notbetrieb organisiert. Geplant ist ein reduzierter Verkehr auf den Straßenbahnlinien 4 und 9 sowie auf den Buslinien 52 und 54. Damit bleiben zumindest die großen Kliniken der Landeshauptstadt angebunden. Die Fahrzeuge werden voraussichtlich im 30-Minuten-Takt verkehren, allerdings ohne Fahrplan und ohne Garantie, dass die 30 Minuten eingehalten werden können.

Am Samstag findet kein Verkehr statt. Regionalbahnen, S-Bahnen und Regionalbusse im Stadtgebiet verkehren weiterhin. Alternativ können auch die Angebote der im Verkehrsverbund Marego organisierten Verkehrsunternehmen genutzt werden.

Der Verkehr bei den MVB wird dann erst wieder in der Nacht zu Sonntag schrittweise aufgenommen. Der 3.15 Uhr-Anschluss am Alten Markt wird voraussichtlich der erste reguläre Anschluss nach Fahrplan sein.

Darum geht es im laufenden Tarifstreit

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Ergänzend ein Wahlmodell, das freiwillig längere Arbeitszeiten gegen Geld, zusätzliche freie Tage oder Zeitgutschriften ermöglicht. Damit solle die Arbeitsbelastung dauerhaft gesenkt und dem Fachkräftemangel im Fahrdienst entgegengewirkt werden. Außerdem soll die Mindest-Ruhezeit zwischen Diensten erhöht werden. Aktuell gibt es bei den MVB laut Betriebsvereinbarung elf Stunden, Verdi fordert zwölf. Zudem geht es um höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

Statt pauschaler Arbeitszeitreduzierungen schlägt der Kommunale Arbeitgeberverband vor, über flexible und wählbare Arbeitszeitmodelle zu sprechen. Die Forderung nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich sei wirtschaftlich nicht darstellbar, sagt auch MVB-Chefin Birgit Münster-Rendel. Allein für die MVB würde dies bedeuten, dass etwa 75 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt werden müssten und etwa 3,75 Millionen Euro mehr Kosten auf das Unternehmen zukämen.