Pandemie-Eindämmung

Luft raus bei Luftfiltern: Warum so wenige Schulen in Sachsen-Anhalt die Filter-Geräte haben

Viele Schulträger ziehen eine kritische Bilanz des Bund-Land-Förderprogramms zur Ausstattung der Schulen mit Luftfiltern: Zu starre Kriterien, zu kurze Fristen und die Notwendigkeit in Vorkasse zu gehen, machten das Programm unattraktiv.

Von Alexander Walter Aktualisiert: 24.01.2022, 17:43
Luftfilter in einem Klassenraum: Die oft kühlschrankgroßen Geräte saugen Raumluft von unten an, reinigen sie in speziellen Filtern von Aerosolen und geben sie über den Köpfen der Schüler wieder ab. Über den Nutzen streiten Experten. Die Uni Magdeburg sah das Infektionsrisiko zuletzt in mit Geräten ausgestatteten Räumen bei nahe null. Das Landesumweltamt hielt Lüften in der Regel für ausreichend.
Luftfilter in einem Klassenraum: Die oft kühlschrankgroßen Geräte saugen Raumluft von unten an, reinigen sie in speziellen Filtern von Aerosolen und geben sie über den Köpfen der Schüler wieder ab. Über den Nutzen streiten Experten. Die Uni Magdeburg sah das Infektionsrisiko zuletzt in mit Geräten ausgestatteten Räumen bei nahe null. Das Landesumweltamt hielt Lüften in der Regel für ausreichend. Foto: dpa

Magdeburg - Nach langem Hin und Her von Experten über Nutzen und Risiken mobiler Luftfilter im Kampf gegen Corona machte Sachsen-Anhalts Kabinett im Spätsommer 2021 den Weg frei für die Förderung der Geräte in Schulen und Kita: 200 Millionen Euro stellte der Bund deutschlandweit zur Verfügung – 5,4 Millionen gingen an Sachsen-Anhalt. Mit dem Eigenanteil des Landes in selber Höhe standen nun 10,8 Millionen Euro bereit. Hinzu kam ein Förderprogramm von nochmals einer Million Euro für die Berufsschulen. Ein halbes Jahr später haben die meisten Klassenräume im Land trotzdem immer noch keine Luftfilter. 21 von 23 Anträgen waren vergangene Woche laut Bildungsministerium bewilligt, rund 1,5 Millionen Euro Fördergeld sind demnach bislang abgeflossen.

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