Corona

Nach Volksstimme-Bericht: JVA-Mitarbeiter in Sachsen-Anhalt werden doch geimpft

Für die Impfkampagne werden  mobile Teams aus den Impfzentren Burg (für die JVA Burg) und Halle (JVA Halle, Volkstedt und die Jugendanstalt Raßnitz) in den Vollzugsanstalten tätig.

Von Michael Bock
JVA Dessau imago stock&people

Magdeburg. Ab nächster Woche sollen laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Justiz- und Sozialministerium Corona-Schutzimpfungen für die Bediensteten in den vier Justizvollzugseinrichtungen Sachsen-Anhalts beginnen. Das gelte auch für Gefangene, die aufgrund von Alter und Vorerkrankungen eine Impfberechtigung besitzen, hieß es in der am Montag verbreiteten Erklärung.

Die Volksstimme hatte am Samstag (17. April) über einen Impfstreit berichtet. Dieser entzündete sich daran, dass das Justizministerium ein Impfangebot des Kreises Jerichower Land an etwa 300 Landes-Bedienstete des Burger Hochsicherheitsgefängnisses gestoppt hatte.

Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte am Montag: „Die intensiven Vorarbeiten der vergangenen Tage konnten heute zu dem Ergebnis gebracht werden, dass in den Vollzugsanstalten kurzfristig geimpft werden kann. Damit schützen wir einen sensiblen Bereich, der durch eine hohe Quote an Vorerkrankungen und die Unterbringung von vielen Menschen auf engem Raum charakterisiert ist.“

Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) sagte, das sei eine sehr gute Nachricht: „Der Justizvollzug ist ein hoch gefährdeter Bereich. Wir haben zwar ein hervorragendes Hygiene-Konzept, aber der beste Schutz für Bedienstete und Gefangene ist nun mal eine Schutzimpfung. Das Sozialministerium hat heute ein schlüssiges Impfkonzept für die JVA vorgestellt.“