Corona-Lockerungen

Wo Sachsen-Anhalter trotz Pandemie
Pfingst-Urlaub machen können

Endlich mal wieder in den Urlaub fahren - das wünschen sich viele Sachsen-Anhalter. Doch die Möglichkeiten während der Corona-Pandemie sind noch immer eingeschränkt. Zu Pfingsten folgen in den Bundesländern jedoch zahlreiche Lockerungen.

Von Kaya Krahn und Linda May van Bui
Zahlreiche leere Strandkörbe stehen bei trübem Wetter im Sand am Weststrand der Insel. In Niedersachsen dürfen Hotels, Ferienwohnungen und andere Quartiere in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder Gäste empfangen. Buchen können aber nur Menschen aus dem Bundesland.
Zahlreiche leere Strandkörbe stehen bei trübem Wetter im Sand am Weststrand der Insel. In Niedersachsen dürfen Hotels, Ferienwohnungen und andere Quartiere in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder Gäste empfangen. Buchen können aber nur Menschen aus dem Bundesland. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Magdeburg/Berlin - Wer wünscht es sich nicht? Einen ruhigen Tag in den Bergen, Wandern am Rhein oder doch die Füße an der Ostsee in den Sand stecken. Doch die Möglichkeiten während der Pandemie sind noch immer eingeschränkt: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen über 100, greift dort ab dem übernächsten Tag die Bundes-Notbremse. Das heißt unter anderem: Restaurants und Hotels bleiben geschlossen. Für Regionen mit stabilen Sieben-Tage-Inzidenzen unter 100 entscheiden die Länder jedoch selbst über die Corona-Maßnahmen. Eine Übersicht, was in welchen Bundesländern wieder möglich ist. Wie die Lockerungen in Sachsen-Anhalt umgesetzt werden, lesen Sie hier. Und auch Magdeburg lockert mittlerweile gewaltig in den Bereichen Gastronomie und Kultur.

Wissenswertes vor Reiseantritt

Wichtig zu wissen ist, dass für Regionen, in denen die 7-Tage-Inzidenz weiterhin über 100 liegt, nicht für einen Urlaub geeignet sind. Dort greift nämlich immernoch die Bundesnotbremse, der sogenannte "harte Lockdown". Ausgangssperren sowie geschlossene Geschäfte und Restaurants sind in diesen Regionen noch zu erwarten.

In Kreisen, in denen der Inzidenzwert in fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt, wird die Bundesnotbremse aufgehoben. Doch Vorsicht: dann gelten die Infektionsschutzgesetze der einzelnen Länder. Da diese meist sehr unterschiedlich ausfallen, sollten sich Urlauber vor Reiseantritt über die geltenden Regeln informieren.

Grundsätzlich gilt: die Mitnahme einer Bescheinigung für Geimpfte und Genesene oder ein negativer PCR-Test sind ratsam. Alternativ wird auch der Corona-Schnelltest, durchgeführt beim Hausarzt oder einem anerkannten Testzentrum, akzeptiert. Die Testungen müssen in der Regel vor Ort aller 2-3 Tage erneut durchgeführt werden.

Baden-Württemberg

Seit dem Wochenende treten hier umfangreiche Lockerungen in Kraft. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage in folge unter 100, darf die Außen- und Innengastronomie von 6 bis 21 Uhr öffnen. Es gelten strenge Hygiene- und Testauflagen. Auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen dürfen dann wieder öffnen. Gleiches gilt für Kulturveranstaltungen, wie Theater, Konzerte oder Kino, unter freiem Himmel. Kulturorte wie Galerien oder Bibliotheken dürfen wieder ihre Türen öffnen. Dies ist beispielsweise in Heidelberg oder im Main-Tauber-Kreis möglich.

Bayern

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen ab Pfingsten, genau genommen ab dem 21. Mai, wieder öffnen - natürlich nur in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100. Vor Ort gelten weiterhin die üblichen Hygienemaßnahmen. Biergärten und Außengastronomie durften bereits öffnen.

Berlin und Brandenburg

In Berlin bleiben die Übernachtungsmöglichkeiten vorerst geschlossen. Ein Tagesausflug in die Hauptstadt lohnt sich trotzdem. Denn ab Pfingsten dürfen Außengastronomie und verschiedene Freizeitangebote, wie Stadtrundfahrten, wieder den Betrieb aufnehmen. Gäste müssen einen negativen Corona-Test, eine Bescheinigung über den vollständigen Impfschutz oder eine Genesung vorweisen.

Wer sich trotzdem mehrere Tage in der Region aufhalten will, kann ganz einfach in Brandenburg übernachten. Dort dürfen Ferienwohnungen und Campingplätze ab 21. Mai wieder Touristen empfangen. Mit Zug oder S-Bahn ist Berlin auf schnellem Wege zu erreichen.

Hamburg

In Hamburg soll die Außengastronomie ab dem Pfingstwochenende öffnen dürfen. Die nächtliche Ausgangssperre wurde bereitsaufgehoben. Öffnungsperspektiven für Übernachtungsstätten scheint es derzeit nicht zu geben.

Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

In diesen drei Bundesländern sind Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen seit dem 12. Mai wieder möglich. Auch hier: natürlich nur in Regionen, in denen der Inzidenzwert unter 100 liegt. Die Außengastronomie und ausgewählte Freizeitangebote sind geöffnet. Fällt in diesen Bundesländern die Inzidenz unter 50, darf ab Pfingsten sogar die Innengastronomie starten.

Mecklenburg-Vorpommern

Ab dem 23. Mai, also Pfingstsonntag, darf die Außen- und Innengastronomie wieder öffnen. Touristische Reisen sind ab dem 7. Juni für Einwohner des Bundeslandes und ab dem 14. Juni für alle wieder möglich.

Niedersachsen

Hier wird nur vorsichtig gelockert. Bis voraussichtlich Ende Mai soll die sogenannte Landeskindregelung gelten. Das heißt, dass Übernachtungen in Hotels oder auf Campingplätzen vorerst nur den Einwohnern des Bundeslandes vorbehalten sind. Es zählt der Erst- und Zweitwohnsitz. Die Außengastronomie hat bereits wieder geöffnet. Es wird ein negativer Corona-Test benötigt. Tagesausflüge sind aber auch für Menschen aus anderen Bundesländern erlaubt.

Nordrhein-Westfalen

Hotels und Pensionen dürfen wieder öffnen. Voraussetzung ist eine stabile Wocheninzidenz von unter 100. Und sie dürfen maximal 60 Prozent ihrer Betten vergeben, solange die Wocheninzidenz zwischen 50 und 100 liegt. Fällt sie unter 50, darf die Kapazitätsgrenze aufgehoben werden. Wer das Angebot nutzen darf? Alle die genesen, geimpft oder getestet sind. Andere Freizeitanlagen, wie Minigolfanlagen oder Hochseilgärten dürfen bereits wieder öffnen. Gleiches gilt für die Außengastronomie, wenn die Wocheninzidenz stabil unter 100 liegt und die Innengastronomie, wenn die Wocheninzidenz stabil unter 50 liegt.

Sachsen

Im benachbarten Bundesland darf bisher nur Leipzig Touristen emfpfangen. Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen öffnen. Hotels sind aktuell noch geschlossen. Dafür sind auch hier Außengastronomie und verschiedene Outdoor-Freizeitangebote, wie der Leipziger Zoo, geöffnet. Dresdens Inzidenzwert liegt seit wenigen Tagen auch unter der 100er-Marke - alle anderen Kreise übersteigen diesen Wert noch.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein öffnet seine Pforten wieder für Touristen aus ganz Deutschland - nicht wie bisher nur in vier Modellregionen. Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben normalisiert - wenn auch unter Einhaltung von strengen Hygieneauflagen. Gefordert sind neben dem Tragen von Schutzmasken in bestimmten Situationen vor allem negative Corona-Tests vor der Anreise und dann alle drei Tage. Überall im Land ist bereits die Außengastronomie erlaubt.