Landesregierung arbeitet noch an neuer Corona-Verordnung

Klaus-Dietmar Gabbert dpa-Zentralbild

Magdeburg (dpa/sa) - Nach der Ankündigung weiterer Lockerungen des Corona-Lockdowns in Sachsen-Anhalt wird bis zuletzt an den neuen Regeln gearbeitet. Am Freitagabend wurde die neue Eindämmungsverordnung immer noch bearbeitet, wie eine Sprecherin des zuständigen Gesundheitsministeriums sagte. Die fertige Fassung sollte am Wochenende per schriftlichem Umlaufverfahren von den einzelnen Ministerinnen und Ministern abgezeichnet und beschlossen werden. Wahrscheinlich ist, dass die schon ab Montag geltenden Regeln mit allen Details erst am Sonntag veröffentlicht werden.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf einen neuen Fahrplan geeinigt, der ab Montag im Zwei-Wochen-Rhythmus weitere Öffnungen bei entsprechender Entwicklung der Infektionszahlen vorsieht. Solange Sachsen-Anhalt weniger als 100 neue Corona-Fälle je 100 000 Einwohnern und Woche registriert, sollen den bisherigen Ankündigungen zufolge von Montag an beispielsweise Kosmetik-, Nagel- und Tattoo-Studios wieder öffnen dürfen. Einzelhändler können Kunden in kleinen Gruppen in ihren Läden bedienen, wenn diese sich vorher einen Termin dafür gebucht haben. Auch Museen könnten nach vorheriger Online-Ticketbuchung wieder Besucher empfangen. Zudem will Sachsen-Anhalt die Kontaktregeln deutlich lockern. Statt eine Haushalt und eine Person soll sich ein Haushalt künftig mit maximal fünf weiteren Menschen aus einem zweiten Haushalt treffen dürfen.

Sachsen-Anhalt gehört bundesweit weiterhin zu den am stärksten belasteten Bundesländern. Das Robert Koch-Institut meldet um die 85 neue Fälle je 100 000 Einwohner und Woche. Damit ist das Land nicht weit von der 100er-Marke entfernt, über der laut Bund-Länder-Beschluss keine weiteren Lockerungen möglich sein sollen.

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