Magdeburg l Sachsen-Anhalts Ackerpreise rasten in 12 Jahren von 5000 auf mehr als 18.000 Euro hoch. Reiche ortsfremde Investoren schlagen zu, heimische Bauer halten nicht mehr mit.

Die Koalition will den Acker-Ausverkauf bremsen. Es liegt nun ein Gesetzesvorschlag vor. Doch die Bauern zweifeln, ob das viel bringt.

Überregionale Investoren

Im Harz hat ein Autohändler aus Leipzig ganze Agrarbetriebe aufgekauft. In Anhalt-Bitterfeld beherrschen überregionale Investoren 30 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe, im Kreis Stendal sind es fast 20 Prozent.

Seitdem die Zinsen im Keller sind, gieren auswärtige Investoren nach Betriebsanteilen und Ackerland. Das treibt die Boden- und Pachtpreise. Mit einem Gesetz will die Regierungskoalition aus CDU, SPD und Grünen das bremsen.

Keine strenge Regulierung

Jetzt liegt ein Papier vor. Erstes Fazit: Eine strenge staatliche Regulierung, wie das vor allem kleine Bauern wollten, wird es wohl nicht geben. Enttäuschung und Streit kündigen sich an.

Alle Kernprobleme rund um das Thema lesen Sie in unserem E-Paper.