Magdeburg (dpa) l Diebstähle auf Baustellen haben im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt einen Schaden von fast drei Millionen Euro verursacht. Diese Summe aus der Polizeilichen Kriminalstatistik berücksichtige allerdings nur den Wert des Diebesguts, teilte der Bauindustrieverband mit. Tatsächlich seien den Bauherren auch Kosten durch Wiederbeschaffung, Ausfallzeiten oder bei den Diebstählen verursachte Beschädigungen entstanden.

"Der finanzielle Gesamtschaden der Bauunternehmen ist damit um ein Vielfaches höher und belief sich entsprechend eigener Erhebungen des Bauindustrieverbands allein im Bauhauptgewerbe von Sachsen-Anhalt 2017 auf rund 25 Millionen Euro", sagte der Geschäftsführer Robert Momberg.

Insgesamt seien die registrierten Straftaten gegen das Eigentum von Bauherren und -trägern 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent gestiegen. Mehr als 1500 Fälle seien in der Kriminalstatistik registriert worden. Zudem bemerkte der Bauindustrieverband starke regionale Unterschiede. Fast jeder zweite Baustellendiebstahl wurde im Raum Magdeburg verübt. Mehr als 16 Prozent aller Fälle wurden in der Landeshauptstadt selbst registriert. Allerdings werde in der Region auch generell am meisten gebaut, so Momberg.

Zudem sei die Aufklärungsquote 2017 leicht gesunken. Wurden 2016 noch 13,3 Prozent der Fälle aufgelöst, waren es 2017 nur 12,7 Prozent. Dabei wurden mit etwa 11 Prozent die wenigsten Diebstähle im Raum Magdeburg aufgeklärt. In den Gebieten Dessau-Roßlau und Halle lag die Quote etwas über 14 Prozent, hieß es.