Magdeburg (dpa) l Schnecken haben sie, Muscheln und Kopffüßer wie der Tintenfisch auch: Schalen sollen demnächst im Mittelpunkt einer Ausstellung des Naturkundemuseums Magdeburg stehen. Anhand von rund 300 Exponaten soll die Evolution der Schalenbildung erklärt werden, sagte Michael Buchwitz, Leiter der Fachgruppe Paläontologie vom Museum für Naturkunde Magdeburg.

Es gehe etwa darum, wie die Gehäuse gebildet werden und welche Formen entstehen. Die Bandbreite in der Ausstellung reiche von einer Muschel von einem halben Meter Größe bis zu Mikrofossilien von unter einem Millimeter. Der Arbeitstitel lautet "Minerale des Lebens – Das Geheimnis der Schalen". Die Ausstellung, die gerade vorbereitet und aus den Beständen des Museums bestückt wird, soll laut Buchwitz im Juli eröffnet werden.

Die ältesten Schalen seien 400 bis 500 Millionen Jahre alt. Aber auch heute lebende Weichtiere würden betrachtet. In Zusammenarbeit mit den Gruson-Gewächshäusern werde voraussichtlich ein Meereswasseraquarium aufgestellt, um skelettbildende Meerestiere zu zeigen. Dazu gehörten Muscheln, Schnecken, Seesterne, Seeigel und Korallen.

Schalen haben Buchwitz zufolge verschiedene Funktionen. Zum einen schützen und stützen sie die Träger, dienen aber auch als Mineralstoffreservoir. Die Ausstellung solle auch erklären, warum es Nacktschnecken gibt, während andere Schnecken ein Haus haben.