Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Rund ein Fünftel mehr Messerattacken in den Jahren von 2013 auf 2017 ist eine Größe, die nachdenklich stimmt.

Nun kann man lange darüber philosophieren, woran das liegt: Ist es die Tatsache, dass dort, wo früher zugeschlagen wurde, inzwischen der blanke Stahl gezückt wird. Sind es Menschen mit anderem kulturellem Hintergrund, in deren Heimatländern das Waffentragen zur Männlichkeit gehört? Oder ist es das Gefühl, sich ohne Waffe nicht mehr auf die Straße zu trauen?

Die Antwort auf die Frage, wie man gegensteuern kann, ist wie ein „Stein der Weisen“, den bis heute niemand gefunden hat. Waffenverbotszonen dürften kaum das geeignete Mittel sein – wer soll die Gebiete kontrollieren? Und das Waffengesetz zu verschärfen, ist ebenfalls keine Lösung. Es verbietet bereits jetzt Messer mit einhändig feststellbarer Klinge oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge mit mehr als zwölf Zentimetern.