Magdeburg (dpa) l Mit einer neuen Beratungsstelle will Sachsen-Anhalt geflüchteten und zugewanderten Frauen den Weg in den Arbeitsmarkt ebnen. Eine Million Euro stehe für die zunächst auf zweieinhalb Jahre angelegte Servicestelle "Blickpunkt: Migrantinnen" zur Verfügung, sagte die Integrationsbeauftragte des Landes, Staatssekretärin Susi Möbbeck, am Mittwoch bei der Vorstellung des Projekts. 80 Prozent davon kommen aus dem Europäischen Sozialfond, den Rest tragen das Land und weitere Träger.

Niedergelassen ist die neue Stelle in den Räumlichkeiten des Caritasverbandes für das Bistum Magdeburg, perspektivisch sind aber auch Beratungsstellen in Halle und im ländlichen Raum geplant. Neben der Vermittlung von Bildungsangeboten und an Job-Netzwerke soll die neue Stelle auch Daten zur Situation und den Erwartungen der Migrantinnen in Sachsen-Anhalt erheben. Daraus soll die Stelle Handlungsempfehlungen für die Landesregierung ableiten.

Der Frauenanteil bei ausländischen Beschäftigten in Sachsen-Anhalt liegt nach Angaben des Sozialministeriums bei 27 Prozent, unter Geflüchteten sogar bei nur 10 Prozent.