Suhl (dpa) l Er rechne mit etwa 50.000 Besuchern für die ab Freitag geöffnete Ausstellung, sagte der Leiter des Museums, Peter Arfmann, der Deutschen Presse-Agentur. Das Interesse sei schon jetzt vergleichsweise hoch. So sei die 300 Exemplare umfassende erste Auflage eines Begleitbandes schon fast komplett vergriffen – noch ehe die Sonderausstellung überhaupt begonnen hatte. Auch bei den Zugriffen auf die Webseite des Thüringer Waffenmuseums zeige sich, dass viele Besucher gezielt nach der Sonderausstellung suchen würden.

Die Schau "Von der Kalaschnikow zur Wieger, Militärwaffenproduktion in der DDR" soll bis Ende 2021 gehen. Sie erzählt die Geschichte der Wieger-Gewehrfamilie. Diese Waffen waren in den 1980er Jahren im VEB Geräte und Werkzeugbau Wiesa im Erzgebirge als Weiterentwicklung des berühmten Kalaschnikow-Gewehrs gebaut worden. Betriebe aus verschiedenen DDR-Regionen lieferten Teile dafür nach Wiesa. Die DDR konnte so Exportbeschränkungen umgehen, die es für Gewehre vom Typ Kalaschnikow gab, die dort als sowjetische Lizenzbauten gefertigt worden waren.