Magdeburg l Würde am nächsten Sonntag in Sachsen-Anhalt gewählt, bliebe die CDU stärkste Partei im Land. Laut einer Umfrage des Sachsen-Anhalt-Monitors käme die Union auf 35 Prozent und würde damit gegenüber der Landtagswahl im März 2016 deutlich zulegen. Seinerzeit holte die CDU 29,8 Prozent. Den stärksten Zuspruch erhält die CDU in den Altersgruppen zwischen 35 und 59 Jahren, von Beziehern höherer Einkommen und Menschen mit mittlerer Bildung.

Die Linke käme auf auf 20 Prozent (März 2016: 16,3 Prozent) und würde somit zweitstärkste politische Kraft in Sachsen-Anhalt. Die SPD erholt sich der Umfrage zufolge und landet jetzt bei 16 Prozent. Bei der Landtagswahl 2016 waren die Zahlen der Sozialdemokraten massiv eingebrochen (10,6 Prozent).

Die AfD müsste laut der Monitor-Umfrage in Sachsen-Anhalt heftige Verluste hinnehmen. Sie käme auf nur noch 15 Prozent; 2016 waren es noch 24,3 Prozent.

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FDP erreicht 6 Prozent

Bündnis 90/Die Grünen würde 5 Prozent erreichen und damit 0,2 Prozentpunkt im Vergleich zu 2016 verlieren. Die FDP, die derzeit nicht im Landtag vertreten ist, käme auf 6 Prozent (März 2016: 4,9 Prozent).

Als die drängendsten Probleme in Sachsen-Anhalt werden von den Befragten die Themen "Arbeit" (15,9 Prozent) und "Wirtschaft" (15,4 Prozent) genannt, gefolgt von "Zuwanderung/Flüchtlinge" (14,6 Prozent), sowie "Bildung/Lehrermangel" (14,2 Prozent). Für diese mit Abstand als "am wichtigsten" eingestuften Probleme sieht jeweils etwa ein Drittel der Befragten keine Partei als geeignet an, diese Probleme zu lösen.

Rund 70 Prozent der Sachsen-Anhalter sehen ihre persönliche Zukunft sehr oder eher positiv. Auf dem Sorgenbarometer stehen die Themen Rente/Altersversorgung, Pflege, eigene Gesundheit und Gesundheitswesen und die Sicherung der Zukunft nachfolgender Generationen ganz oben.

Das Zentrum für Sozialforschung Halle an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Institut für Politikwissenschaft Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben den Sachsen-Anhalt-Monitor im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung erstellt. Anfang des Jahres wurden 1100 wahlberechtigte Sachsen-Anhalter befragt.

Zum vollständigen Bericht des Sachsen-Anhalt-Monitors.

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