Magdeburg  l Hans-Jochen Heinze wird nach Volksstimme-Informationen Chef der Magdeburger Uni-Klinik. Der Professor soll als Nachfolger von Jan Hülsemann am Mittwoch offiziell vorgestellt werden.

Heinze, der in Magdeburg die Klinik für Neurologie leitet, genießt bundesweit einen hervorragenden Ruf. Er war unter anderem über Jahre Vorsitzender des Medizin-Wissenschaftsrats, des höchsten Beratungsgremiums für die Politik. Er hat sich durch viele wichtige Beiträge auf dem Gebiet der kognitiven Kontrolle des menschlichen Verhaltens aus der Perspektive der Verhaltensneurowissenschaft.

Heinze war auch Wunschkandidat des Aufsichtsrates der Uni-Klinik. Ende 2018 war kolportiert worden, dass er ein Jahresgehalt von 550.000 Euro gefordert haben solle. Heinze sprach von einer „Kampagne“. Der Aufsichtsratsvorsitzende Armin Willingmann (SPD) sagte danach, diese Summe werde es definitiv nicht geben. Das Direktorengehalt werde in das Gehaltsgefüge passen. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Die jetzt ausgehandelte Summe soll aber deutlich unter der zunächst genannten liegen. 

Uniklinik-Chefs verdienen bundesweit zwischen 300.000 und 600.000 Euro pro Jahr.

Heinze polarisiert, er gilt als unbequemer Sanierer. Sein Engagement hat er an Investitionen am Standort geknüpft. Die Uni-Klinik erwartet zur Entwicklung ihres Campus bis zum Jahr 2030 rund 800 Millionen Euro vom Land. Das Geld soll in dringend benötigte neue Gebäude fließen.