Magdeburg (dpa) l Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben sich auf die Besucherzahlen in Sachsen-Anhalts Tierparks ausgewirkt. In Magdeburg kamen im vergangenen Jahr vorläufigen Zahlen zufolge etwa 275.000 Gäste, wie eine Sprecherin mitteilte. Das seien circa zwölf Prozent weniger gewesen als im Vorjahr. Gründe dafür waren neben der Schließung im ersten Lockdown vor allem die Absage aller Großveranstaltungen. Zudem wurde die Zahl der Besucher nach der Wiedereröffnung im April 2020 aus pandemischen Gründen begrenzt.

Das machte sich den Angaben nach auch im zweiten Lockdown bemerkbar. Zwar darf der Zoo weiterhin Menschen empfangen. "Coranabedingt kommen derzeit die Besucher nur aus dem engsten Einzugsgebiet – dies ist in der Besucherstatistik deutlich spürbar", so die Sprecherin des Tierparks. Die Einschränkungen haben auch finanzielle Folgen: Mehr als eine halbe Million Euro Umsatzeinbußen registrierte der Zoo den Angaben nach 2020.

Nur einen leichten Besucherrückgang verzeichnete der Tierpark Dessau. Einschließlich der Gäste von Kulturveranstaltungen kamen im vergangenen Jahr 123.538 Menschen, wie die Stadt Dessau-Roßlau mitteilte. Im Vorjahr seien es 123.874 Besucher gewesen. Trotz der Schließung im Lockdown und der Absage von Veranstaltungen habe sich im vergangenen Jahr gezeigt, wie wichtig die Einrichtung sei.

Im Zoo Aschersleben machte sich die Pandemie hingegen nicht negativ bemerkbar. Nach etwa 95.500 Besuchern 2019 seien 2020 circa 98.800 Menschen gekommen, teilte der Zoo mit. Da die Tierparks im zweiten Lockdown geöffnet bleiben durften, habe es im Herbst sogar einen leichten Anstieg gegeben.

Trotz der Erlaubnis zur Öffnung hatte sich der Bergzoo in Halle wegen hoher Infektionszahlen in der Stadt Mitte Dezember entschieden, den Tierpark für Besucher bis Ende Januar zu schließen. Mitte November war der Zoo von einem Rückgang von etwa 100.000 Gästen für das Jahr 2020 ausgegangen.