Magdeburg (dpa) l Laut aktueller Übersicht sind 900 Kinder und Jugendliche auf behördliche Anordnung hin zu Hause, wie das Bildungsministerium am Montag auf Anfrage mitteilte. Das waren gut 380 weniger als vor den Ferien Mitte Oktober. Im gleichen Zeitraum verdoppelte sich die Zahl der Schulen mit Schülern in Quarantäne von 33 auf 63 nahezu.

Die Behörden schickten zuletzt nach Corona-Fällen häufiger einzelne Schülerinnen und Schüler in Quarantäne, wegen der schulfreien Ferienzeit aber seltener eine ganze Klasse oder Kohorte, hieß es vom Bildungsministerium zur Erklärung.

An Sachsen-Anhalt müssen seit diesem Schuljahr feste Gruppen gebildet werden, die einander im Schulalltag möglichst nicht begegnen. So soll die Zahl der Kontaktpersonen von positiv getesteten Schülern und Lehrkräften begrenzt und der Präsenzunterricht möglichst lange gesichert werden. Dieses Konzept habe sich bisher bewährt, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums.

Während in Sachsen-Anhalt und bundesweit seit Montag verschärfte Regeln mit Kontaktbeschränkungen und Schließungsanordnungen gelten, um die Corona-Pandemie einzudämmen, bleiben Schulen und Kitas offen. Obwohl die Zahl der Neuinfektionen in weiten Teilen Sachsen-Anhalts bereits die für Risikogebiete definierte Schwelle von 50 Infektionen je 100.000 Einwohnern und Woche überschritten hat, gibt es laut Ministerium weiter täglichem Unterricht für alle Jahrgänge.

Es gebe bisher keine Hinweise darauf, dass eine einzelne Schule ein Infektionsherd gewesen sei, hieß es. Derzeit seien weniger als zehn Prozent der Schulen von Quarantäne-Anordnungen für Schülerinnen und Schüler betroffen. Eine Übersicht über die Lehrkräfte in Quarantäne hat das Ministerium nach eigenen Angaben nicht.