Magdeburg (dpa) l Dem Bildungsministerium waren am Freitag Infektionen von 368 Schülerinnen und Schülern bekannt, wie aus einer aktuellen Übersicht hervorgeht. Das waren 93 beziehungsweise ein Drittel mehr als vor einer Woche. Bei den Lehrkräften waren 91 akute Corona-Fälle bekannt, das waren acht mehr als am vergangenen Freitag.

Zudem waren mehr Schulen im Land von coronabedingten Einschränkungen betroffen. Laut Ministerium waren gut 90 Einrichtungen mindestens teilweise geschlossen. Eine Woche zuvor waren es 63. Die Behörden ordneten wieder häufiger Quarantäne für Corona-Verdachtsfälle an: Mehr als 6300 Kinder und Jugendliche waren vorsorglich Zuhause. Das waren fast 900 mehr als vor einer Woche und rund 2,6 Prozent aller Schülerinnen und Schüler im Land. Bei den Lehrkräften war der Anteil mit 2,2 Prozent etwas niedriger: Knapp 440 waren in Quarantäne.

Deutschlandweit sollen die Schulen trotz der zweiten Corona-Infektionswelle möglichst lange im regulären Betrieb gehalten werden. In Sachsen-Anhalt gilt seit Anfang der Woche für ältere Schüler ab der 7. Klasse erstmals auch eine Maskenpflicht im Unterricht, um das Ansteckungsrisiko zu senken.

Abseits des Unterrichts müssen alle auf dem Schulgelände einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Im besonders stark betroffenen Burgenlandkreis wurde der reguläre Schulbetrieb für ältere Jahrgänge ab der 7. Klasse bis Weihnachten bereits aufgegeben. Sie werden in Gruppen geteilt und lernen abwechselnd zuhause und in der Schule.