Magdeburg l Ab Morgen gilt die neue Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Pressekonferenz am Dienstag (27. Oktober) haben die Minister die Neuerungen und Verschärfungen der Corona-Regeln bekannt gegeben. Die neue Allgemeinverfügung gilt bis Mitte Januar 2021.

Ministerpräsident Reiner Haseloff redet von "schwierigen Wochen und Monaten", die auf die Menschen in Deutschland und Sachsen-Anhalt zukommen werden und spricht dabei auch von einem neuen Lockdown.

Hierbei gehe es allerdings vorrangig um Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich und bei privaten Feiern. Nicht aber um die Schließung von Restaurants oder anderen Geschäften. Denn hier seien bisher keine Infektionsherde aufgetreten und man wolle die funktionierenden Öffnungen nicht wieder zur Debatte stellen, so Haseloff.

Sportveranstaltungen

Im Bereich der Sportveranstaltungen ergibt sich eine Änderung. Dort dürfen ab Mittwoch 1000 Menschen draußen teilnehmen und drinnen 500. Es sollen allerdings Ausnahmen für den Profisport gelten.

Schulen und Kitas

Schulen und Kindertagesstätten sollen weiterhin geöffnet bleiben, so Bildungsminister Marco Tullner in der Landespressekonferenz. Diese sollen priorisiert behandelt werden.

Discos und Clubs

Wie bereits bekannt, bleibe es dabei, dass Clubs und Diskotheken geschlossen bleiben. Es soll allerdings neue Hilfen für die Betreiber geben.

Bußgelder

Wer die Mund-Nasen-Bedeckung nicht wie vorgeschrieben trägt, wird künftig zur Kasse gebeten. Fällig werden 50 bis 75 Euro, je nach Sieben-Tage-Inzidenz des Landkreises, in dem das Buß- oder Verwarngeld verhängt wurde.

Das Infektionsgeschehen nehme eine Dynamik an, die es nun zu durchbrechen gilt, so Ministerin für Arbeit und Soziales, Petra Grimm-Benne. Es sei ihr wichtig zu betonen, dass die Menschen, die sich an die Regeln halten, nicht für das Fehlverhalten einiger Weniger bestraft werden. Dennoch sagt Haseloff, dass die politische Verantwortung darin liege, ganz Deutschland zu sehen und nicht nur das Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt.