Magdeburg / Halle | Die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat beim Wahlkampfauftakt der sachsen-anhaltischen Union in Halle die SPD scharf kritisiert. Mit Blick auf Enteignungsforderungen des Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert sagte sie am Sonnabend in Halle: „Ich hätte nie gedacht, dass unser alter Wahlkampfslogan ,Freiheit statt Sozialismus‘ noch einmal so aktuell wird. Wir müssen den Anfängen wehren.“

Kühnert hatte unter anderem vorgeschlagen, Autokonzerne wie BMW zu enteignen.

Der CDU-Landesvorsitzende Holger Stahlknecht sagte, die SPD sei keine Volkspartei mehr, sie setze auf die falschen Themen und habe auch ihr Verhältnis zur Linken nicht geklärt. Spätestens nach den Äußerungen von Kühnert seien die Sozialdemokraten „zu einem mittleren Fachausschuss der Partei Die Linke“ geworden.

Die Europawahl sei eine Schicksalswahl, denn die EU sei ein Garant für Frieden und Freiheit, so Stahlknecht weiter.

Auf kommunaler Ebene wolle die Union wieder die Wahlen gewinnen. Mit fast 5000 Kandidaten stelle die CDU so viele wie die anderen Parteien zusammen. Das zeige, wie stark die Partei im Land verankert sei und Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren gestaltet habe. Stahlknecht warb im Jahr von 30 Jahren Mauerfall für einen positiven Blick. "Es sind die blühenden Landschaften gekommen, die Helmut Kohl versprochen hat." Die CDU hat im Land Sachsen-Anhalt rund 6600 Mitglieder. Die Kommunal- und Europawahlen sind am 26. Mai. (mit dpa)