Magdeburg (dpa) l Zunächst sollen Beamte bei der Bereitschaftspolizei und dem Zentralen Einsatzdienst mit knapp 1270 Anzügen ausgestattet werden, wie das Innenministerium in Magdeburg mitteilte. Diese Einheiten werden bei Großeinsätzen, Demos und Fußballspielen eingesetzt. Der Vorteil der neuen Ausrüstung sei, dass sie zwei Schutzsysteme in einem vereine, hieß es.

Bisher müssen die Beamten sowohl einen Schlag- und Stichschutz als auch eine schusssichere Weste übereinander tragen. Das bedeute für die Polizisten bei längeren Einsatzzeiten eine enorme Belastung.

Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern entwickelte deshalb die neue, kombinierte Ausrüstung. Laut Innenministerium gehört Sachsen-Anhalt zu den ersten Bundesländern, die die Anzüge nutzen können. Sie sind leichter und erhöhen die Beweglichkeit der Beamten im Einsatz. Laut Ministerium investierte Sachsen-Anhalt dafür 2,3 Millionen Euro. Die ersten Kombi-Schutzausrüstungen will Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) am Mittwoch auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Magdeburg übergeben.

"Konsequent neue und moderne Ausstattung für die Polizei – das ist mir wichtig", sagte Stahlknecht vorab laut Mitteilung. In der laufenden Wahlperiode rüstete die schwarz-rot-grüne Regierung die Landespolizei bereits mit neuen Dienstpistolen, zwei neuen Hubschraubern, einer neuen Bootsflotte, mehr als 240 neuen Streifenwagen und besonders schusssicheren Westen und Helmen aus. Dafür wurden laut Ministerium rund 178 Millionen Euro investiert.