Magdeburg l Ein 33-jähriger Oschersleber muss sich seit Mittwoch am Magdeburger Landgericht wegen Brandstiftung und versuchten Mordes verantworten. Der Vorwurf: Christoffer P. hat an der Wohnungstür seiner Ex-Verlobten und Mutter seiner Kinder ein Feuer an der Wohnungstür gelegt, so dass eine Flucht durch das Treppenhaus für die Familie unmöglich war. Die Frau und ihre beiden Kinder mussten deshalb aus dem Fenster im 1. Obergeschoss springen. Nur weil Nachbarn sie mit Decken auffingen, kamen sie ohne Verletzungen davon. Das Haus war bei den Brand zerstört worden.

Die 33-Jährige habe kurz vor Ausbruch des Brandes die Eingangstür des Hauses ins Schloss fallen hören. Anschließend trat jemand zweimal gegen ihre Wohnungstür, die mit einem Schrank von Innen gesichert war. Dies war nötig, weil der Angeklagte bereits Tage zuvor die Tür eingetreten hatte. Den Geräuschen nach ging der Unbekannte drei- oder viermal vom Dachgeschoss zu ihrer Etage und legte Sachen vor die Tür. Minuten später drang Rauch durch die Tür. Weil ihr oft betrunkener Ex-Partner, der oben im Dachgeschoss wohnte, bereits am Vortag Kleidung von ihr herunter warf und Tage zuvor auch die Tür eingetreten hatte, fiel der Verdacht auf ihn. Die Polizei nahm ihn mit 1,57 Promille Atemalkoholwert kurze Zeit später bei einem Freund von ihm fest.

Der Angeklagte streitet die Tat ab. Er habe zwar eine Kiste Spielsachen vor der Tür abgestellt, aber das Feuer nicht gelegt. Erst durch den Anruf eines weiteren Freundes, will er von dem Feuer erfahren haben. Mit einem Urteil wird Mitte Dezember erwartet.