Dessau-Roßlau l Sieben junge Männer im Alter zwischen 18 und 27 Jahren müssen sich seit Montag vor dem Landgericht in Dessau-Roßlau verantworten. Ihnen wird versuchter Totschlag, Landfriedensbruch im besonders schweren Fall und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landgerichts Dessau-Roßlau.

In dem Fall geht es um eine Massenschlägerei vom 1. März 2018 in Dessau. Dabei sind laut Anklage Männer mit syrischer Staatsangehörigkeit gemeinsam mit weiteren nicht ermittelten Tätern nach dem Besuch einer Schule auf offener Straße an einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Afghanen beteiligt gewesen. Mit Holzlatten, Motorradketten und teilweise Messern bewaffnet, gingen sie aufeinander zu.

Neben weiteren Verletzten hätten zwei Männer dabei lebensbedrohliche Stichverletzungen am Rücken und im Brustbereich davongetragen. "Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten organisiert vorgegangen seien und den Tod möglicher Opfer billigend in Kauf genommen hätten. Drei der Angeklagten befinden sich derzeit in Untersuchungshaft", heißt es weiter in der Mitteilung des Landgerichts Dessau-Roßlau.

Insgesamt sind 19 weitere Hauptverhandlungstage für den Prozess eingeplant, bis Ende Januar soll darüber verhandelt werden.