Magdeburg l Knapp 300 Hausarztstellen in Sachsen-Anhalt sind nicht besetzt. 2032 könnten es rund 550 sein. Um dem Mangel an Medizinern entgegenzutreten, werden Studienplätze für angehende Landärzte reserviert. 20 der 400 Medizinstudienplätze in Magdeburg und Halle gehen ab dem Wintersemester an angehende Landärzte.

Das Bewerbungsverfahren ist gestartet.  Neben dem Abitur-Schnitt zählen Berufserfahrung und das Ergebnis eines Tests. Zehn Jahre sollen die Bewerber nach Abschluss der Facharztausbildung in unterversorgten Gebieten tätig sein. Wird der Vertrag nicht eingehalten, drohen bis zu 250.000 Euro Strafe.

Die Landarztquote sei gut, aber ein Tropfen auf dem heißen Stein, sagt der Bürgermeister von Osterburg, Nico Schulz (Freie Wähler). Um den Bedarf in den unterversorgten Regionen zu decken, seien zusätzliche Studienplätze nötig.  Bürgermeister Schulz beschreitet in Osterburg schon länger neue Wege. Die Stadt vergibt seit 2017 Stipendien, um sich die Ärzte von morgen zu sichern. 100.000 Euro lässt die Stadt sich das kosten.

Lena Grünthal ist eine von drei Stipendiatinnen. Sie studiert in Magdeburg, das erste Staatsexamen hat sie schon in der Tasche. Im Monat erhält sie 700 Euro, je 350 Euro kommen von der Stadt Osterburg und der Kassenärztlichen Vereinigung. „Für mich ist das Programm perfekt“, sagt sie. Grünthal kommt aus Osterburg. Mit dem Stipendium verpflichtet sie sich, nach der Facharztausbildung in der Heimat zu arbeiten.

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