Dessau l Ein Student der Hochschule Anhalt mit Sitz in Dessau ist Opfer einer rassistischen Absage auf einen Praktikumsplatz geworden. Das betroffene Architektenbüro gibt sich auf der eigenen Webpräsenz  international ausgerichtet. Nachdem der ägyptische Student eine interne Mail mit der Antwort „Bitte keine Araber“ bekam, machte er diesen Fall mit den Worten „Das schlimmste Ablehnungsschreiben, das man erhalten kann“ öffentlich.

Mehreren Medien zu Folge soll die Absenderin die Chefin des Büros sein und die Mail versehentlich als direkte Antwort versendet haben. Auf Twitter wurde das Bild schließlich durch die türkischstämmige Autorin Bahar Aslan aus Köln geteilt und erschien so der breiten Öffentlichkeit.

Versuch der Erklärung

Nun versucht das Unternehmen mit einer Stellungnahme den Shitstorm entgegenzuwirken und einzudämmen. Es handele sich um ein Missverständnis, denn der junge Mann sei nicht einem Praktikum, sondern einer Stelle für Projekte in China zugeordnet gewesen. Und da die Stelle nur für Master-Absolventen mit chinesischen Sprachkenntnissen ausgeschrieben worden sei, und der Bewerber diese nicht erfülle, sei die Bewerbung vom Sekretariat „mit verkürztem Kommentar“ zurückgeschickt worden, heißt es in der Stellungnahme.

Die Berliner Firma habe dem Mann laut eigenen Aussagen bereits um Entschuldigung gebeten und ihn zum Bewerbungsgespräch eingeladen, wird von den Architekten betont.