Schleuser

Razzia gegen Syrer in Schönebeck

Bei einer Razzia wurden drei Syrer verdächtigt, Menschen aus Griechenland nach Polen, Belgien und den Niederlanden zu schleusen.

24.03.2021, 15:15
HANDOUT - 24.03.2021, Windorf: 27 geschleuste Menschen stehen vor der Ladefläche eines LKW. (Bestmögliche Qualität; Personen aus rechtlichen Gründen unkenntlich gemacht, zu "Schleusung durch Niederbayern - 27 Menschen in Lkw-Anhänger entdeckt") Foto: -/Bundespolizei/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
HANDOUT - 24.03.2021, Windorf: 27 geschleuste Menschen stehen vor der Ladefläche eines LKW. (Bestmögliche Qualität; Personen aus rechtlichen Gründen unkenntlich gemacht, zu "Schleusung durch Niederbayern - 27 Menschen in Lkw-Anhänger entdeckt") Foto: -/Bundespolizei/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++ Bundespolizei

Magdeburg (mf) l Die Bundespolizei hat am Mittwoch drei Wohnungen von mutmaßlichen Schleusern in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit etwa 60 Beamten durchsucht. Ziel war dabei auch eine Wohnung in Schönebeck im Salzlandkreis. Festnahmen gab es aber keine, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.
Die drei ins Visier geratenen Syrer im Alter von 29, 33 und 36 Jahren stehen in Verdacht bereits in Griechenland anerkannte Flüchtlinge nach Polen, Belgien und die Niederlande einfliegen lassen zu haben, um sie später weiter nach Deutschland einzuschleusen. Die Beschuldigten sollen die Geschleusten etwa zwei Kilometer vor der Erstaufnahmeeinrichtung in Halberstadt abgesetzt haben.
Die Beamten stellten eine Vielzahl von syrischen Reisepässen sicher, die bereits mehreren unerlaubt Eingereisten zugeordnet werden konnten. Außerdem fanden die Ermittler Aufenthaltstitel, Flugtickets, Parktickets für die jeweiligen Flughäfen, Handys und Speichermedien sowie mehr als 3000 Euro Bargeld. Aufgrund der gefundenen Beweise könnten den Männern weitere Schleusungen nachgewiesen werden.
Am Dienstag und Mittwoch sind zudem neue LKW-Schleusungen auf der Autobahn entdeckt worden. Am Dienstag hatte ein Lkw-Fahrer aus Serbien Klopfgeräusche auf der Ladefläche seines Aufliegers in der Ortschaft Bornstedt an der A2 wahrgenommen. Die alarmierte Polizei öffnete den verplombten Lkw. Ein Verdacht gegen den Fahrer bestätigte sich nicht.
Gestern wurde auf der A14 in Höhe Plötzkau auf einem anderen Lkw acht Afghanen und einen Tunesier entdeckt. Dies war die bereits zwölfte Schlesung seit Januar. Im gesamten Jahr waren es 14.