Magdeburg (bo) l Der Landesrechnungshof hat sich in die Debatte um die Vergütung von Lottochefin Maren Sieb eingeschaltet. Bereits bei Abschluss eines neuen Fünf-Jahres-Vertrags im September 2017 sei gegen einen Beschluss des Landtags verstoßen worden, wonach Geschäftsführer von Landesgesellschaften maximal so vergütet werden dürfen wie ein Staatssekretär. Auf Grundlage des Vertrags hat der Rechnungshof die Personalkosten von Sieb mit denen eines Staatssekretärs verglichen. Zu diesen Kosten zählen Jahresgehalt, Tantieme, geldwerte Vorteile, zusätzliche Altersvorsorge oder Arbeitgeberanteile zur Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

In Summe kommen die Prüfer auf 191.913 Euro. Darin enthalten sind 130.000 Euro Jahresgehalt, eine Tantieme von 30.000 Euro und 10.000 Euro Altersvorsorge. Für einen Staatssekretär haben die Prüfer 181.000 Euro errechnet, also 12.000 Euro weniger.

Die Gesamtvergütung von Sieb ist innerhalb von sechs Jahren um 42,6 Prozent auf 174.000 Euro (2018) gestiegen.