Die AfD in Sachsen-Anhalt kommt einfach nicht zur Ruhe. In einer internen WhatsApp-Gruppe hat ein Mitglied aus der Börde seine rechtsextremistische Haltung ausgelebt. Das ist schier unerträglich.

Insofern überrascht es, wie nachsichtig der Kreisvorstand der Börde-AfD zunächst mit den Hitler-verherrlichenden Äußerungen umging. Der Mann habe sich nur „ein bisschen dämlich ausgedrückt“, sagte Kreischef Schroeder beim AfD-Stammtisch. Eine fatale Fehleinschätzung. Erst als er erfuhr, dass die Volksstimme die Interna kennt, wurde Schroeder vorsichtig. Nun bekomme die Sache eine andere Tragweite. Will heißen: Das größte Problem an den Äußerungen ist, dass sie öffentlich geworden sind. Der Kreisvorstand hat den Eindruck erweckt, die fürchterliche Entgleisung zu bagatellisieren. Nach dem Motto: Das kann ja mal passieren.

Die Börde-AfD hat es vermieden, klare Kante zu zeigen. Das nährt den Eindruck, dass sie Rechtsextremisten in den eigenen Reihen gar nicht so schlimm findet.

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