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WirtschaftOerlikon schließt Standort bei Magdeburg: Über 100 Jobs in Gefahr

Traurige Nachrichten kurz vor Weihnachten für die Mitarbeiter von Oerlikon bei Magdeburg: Der Standort in Barleben soll schließen. Wie es nun weitergeht und was die Gründe für die Schließung sind.

Von Robert Gruhne Aktualisiert: 06.12.2023, 15:43
Oerlikon hat seine Firmenzentrale in Pfäffikon in der Schweiz. Nun soll der Standort in Barleben bei Magdeburg geschlossen werden. .
Oerlikon hat seine Firmenzentrale in Pfäffikon in der Schweiz. Nun soll der Standort in Barleben bei Magdeburg geschlossen werden. . Foto: Oerlikon

Barleben - Der Schweizer Technologiekonzern Oerlikon will seinen Standort in Barleben schließen. Betroffen sind mehr als 100 Mitarbeiter.

Die Niederlassung ist spezialisiert auf den 3D-Druck. Mit dieser Technologie werden in Barleben unter anderem Bauteile für Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und Medizintechnik hergestellt. Seine Aktivitäten in dem „Additive Manufacturing“ genannten Bereich will Oerlikon allerdings laut neuer Strategie in den USA bündeln.

Oerlikon verlagert Produktion aus Sachsen-Anhalt in die USA

„Die Verlagerung führt dazu, dass wir den Standort Barleben aufgeben“, bestätigte der bisherige Standortleiter Hendrik Alfter der Volksstimme. Wann genau Barleben aufgegeben werde, stehe noch nicht fest. In einer Pressemitteilung heißt es, die Produktion werde im Jahr 2024 verlagert.

Nach Volksstimme-Informationen hat das Unternehmen am Montag, 4. Dezember, die Mitarbeiter in Barleben informiert. Alle insgesamt 120 Jobs sind durch die Verlagerung in Gefahr. Man führe jetzt Gespräche mit dem Betriebsrat, sagte Alfter.

Oerlikon verlässt Sachsen-Anhalt

Als Grund für die Verlagerung nach North Carolina in den USA gibt Oerlikon an, dass das Land der größte Wachstumsmarkt für den 3D-Druck sei, etwa durch die Nähe zur Halbleiterindustrie. Zudem habe Deutschland ein herausforderndes Marktumfeld im Bereich der additiven Fertigung und nur begrenzte Wachstumschancen. Rahmenbedingungen und Marktakzeptanz für disruptive Technologien seien in den USA besser.

Oerlikon hat nach eigenen Angaben an 205 Standorten 13.000 Mitarbeiter weltweit. Im Jahr 2016 kaufte der Schweizer Konzern das Startup citim aus Barleben. Citim war eine Ausgründung der Otto-von-Guericke-Universität.