Pömmelte (dpa) | Archäologen haben am Ringheiligtum Pömmelte-Zackmünde (Salzlandkreis) die größte Siedlung der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur aus der Zeit vor 4300 bis 3600 Jahren in Mitteleuropa ausgegraben. "Die neuen Entdeckungen am Ringheiligtum ermöglichen es, das soziale und religiöse Umfeld der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur, für das die Himmelsscheibe von Nebra das eindrücklichste Beispiel bietet, besser zu verstehen", sagte Landesarchäologe Harald Meller am Donnerstag. Bislang wurde eine Fläche von insgesamt rund 60 Hektar untersucht.

Das Ringheiligtum von Pömmelte wurde von Menschen der etwas älteren Glockenbecherkultur, vor rund 4300 Jahren erbaut. Pömmelte ist vergleichbar mit dem englischen Stonehenge, das ebenfalls die Glockenbecher errichteten, nur wurde die Anlage in Holz gebaut.