Magdeburg (dpa) l Radwege, Brücken, Unterführungen oder Fahrradparkhäuser: Um die Bedingungen für Radfahrende in Sachsen-Anhalt zu verbessern, stellt der Bund 24,48 Millionen Euro bereit. Kommunen können nun Anträge auf die Finanzhilfen stellen, sagte ein Sprecher des Magdeburger Verkehrsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. "Die Unterlagen stehen ab sofort auf der Internetseite unseres Ministeriums bereit", sagte er.

Das Geld fließe bis 2023 aus dem Topf des Sonderprogramms "Stadt und Land", mit dem der Bund im Rahmen seines Klimaschutzprogramms 2030 auch in die Weiterentwicklung des Radverkehrs in den Ländern und Kommunen investiere. Insgesamt stünden 657 Millionen Euro bereit. Der Eigenanteil der Kommunen an der Projektfinanzierung betrage zehn Prozent.

Die Fördermittel sollen laut Ministeriumssprecher den Alltags- und Freizeitradverkehr schrittweise attraktiver machen, etwa durch ein lückenloses und sicher zu befahrenden Wegenetz, Radwegebrücken, Unterführungen, Fahrradparkhäuser oder Fahrradzonen. Das gelte für die Stadt und den ländlichen Raum, hieß es. Ziel sei es, mehr Menschen davon zu überzeugen, das Auto öfter stehen zu lassen und aufs Rad zu steigen. Das gelinge nur mit passender Infrastruktur.

In Sachsen-Anhalt gibt es dem Verkehrsministerium zufolge etwa 1400 Kilometer sogenannte straßenbegleitende Radwege. Ergänzt werde das Wegenetz durch viele touristische und kommunale Radrouten.

Im November 2019 gründete sich in der Lutherstadt Wittenberg die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Sachsen-Anhalt. 36 Kommunen waren es anfangs, mittlerweile sind es 52. Der Verbund ist laut Ministerium Partner auf kommunaler Ebene, um die Radverkehrsförderung und den Radwegebau im Land besser zu strukturieren und zu organisieren.