Magdeburg (dpa) l Bis zum Donnerstagvormittag wurden rund 10.100 Dosen des Impfstoffs verabreicht, wie aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die ersten von zwei nötigen Spritzen wurden in etwa gleichen Teilen an Bewohner von Pflegeheimen sowie medizinisches und pflegerisches Personal verabreicht. Sachsen-Anhalt hatte sich vorgenommen, bis zum Jahreswechsel die erste Lieferung aufzubrauchen. Das entspricht 9750 Impfungen und wurde erreicht.

Am Mittwoch bekamen alle 14 Landkreise und kreisfreien Städte neuen Impfstoff sowie weiteres Zubehör wie Kanülen, Tupfer und Spritzen. Damit ist sichergestellt, dass zunächst weitere rund 10.000 Menschen die erste Dosis der Corona-Impfung bekommen können. Nach einer zweiten Impfungen nach drei Wochen soll die volle Schutzwirkung erreicht werden. Sachsen-Anhalt lagert derzeit die Hälfte des gelieferten Impfstoffs ein, um auch bei ungeplanten Lieferausfällen alle Erstgeimpften erneut versorgen zu können. Das heißt, rund 20 000 schon eingetroffene Impfdosen kommen zunächst in den Vorrat.

Seit dem Start am letzten Dezember-Wochenende kam Sachsen-Anhalt im Vergleich zu anderen Bundesländern mit dem Impfen gut voran. Im etwa gleich viele Einwohner zählenden Thüringen wurden laut RKI bisher 810 Männer und Frauen geimpft – Sachsen-Anhalt versorgte in der gleichen Zeit zwölf Mal so viele. Auch die einwohnerreicheren Nachbarländer Sachsen (2653 Impfungen), Niedersachsen (2705) und Brandenburg (3036) meldeten bisher deutlich weniger verabreichte Corona-Impfungen.