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Schneewalze in Ostdeutschland Wetterchaos im Januar! Schnee, Glätte und Frost bestimmen die Woche in Sachsen-Anhalt

Schnee, Frost und gefährliche Glätte halten Sachsen-Anhalt weiterhin in Atem. Das Tiefdruckgebiet "Leonie" bringt eine gewaltige Schneewalze nach Ostdeutschland. Das winterliche Wetter hält die ganze Woche an.

Von Franziska Peinelt 26.01.2026, 13:17
Der Winter zeigt sich in Sachsen-Anhalt hartnäckig. Glätte und Schnee bleiben die ganze Woche bestehen.
Der Winter zeigt sich in Sachsen-Anhalt hartnäckig. Glätte und Schnee bleiben die ganze Woche bestehen. (Symbolfoto: Imago/brennweiteffm)

Magdeburg/Halle (Saale). – Das Sturmtief Leonie bringt Deutschland in den kommenden Tagen mächtig durcheinander. Das Tiefdruckgebiet zieht mit einer Schneewalze über die Republik und sorgt in Sachsen-Anhalt für Schnee, Glätte und winterliche Temperaturen.

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Während sich im Westen erste mildere Phasen abzeichnen, bleibt es im Osten und Nordosten Deutschlands weiß-winterlich. 

Glättegefahr in Sachsen-Anhalt: DWD gibt Warnstufe aus

Für Sachsen-Anhalt hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Warnung der Stufe 1 ausgesprochen. Am Montag werden leichter Schneefall, Frost und gefährliche Straßenverhältnisse erwartet. Die ersten Glätte-Unfälle zeichneten sich schon in der Nacht ab.

Vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden kann es am Dienstag durch überfrierende Nässe zu glatten Gehwegen und Straßen kommen.

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Während im Westen Deutschlands die Temperaturen allmählich steigen, bewegen sich die Werte im Osten um den Gefrierpunkt. Auch am Tag steigen die Temperaturen selten über 0 Grad.

Eisregen in Sachsen-Anhalt als großes Risiko im Straßenverkehr

Meteorologen sprechen von einer klassischen Grenzwetterlage. Ein Hoch über Osteuropa hält die kalten, sibirischen Luftmassen fest, während von Westen mildere Atlantikluft nachrückt. Das führt zu einer Pattsituation der Luftströmungen. Die Folge: wechselhafte und teils schwer vorhersehbare Wetterbedingungen mit raschen Übergängen zwischen Frost und Tauwetter. 

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Besonders problematisch ist der Eisregen. Dabei trifft wärmere Luft aus höheren Schichten auf gefrorenen Boden. Regen gefriert dann sofort bei Kontakt mit Straßen, Brücken oder Gehwegen. Schon dünne Eisschichten reichen aus, um den Verkehr erheblich zu beeinträchtigen. Der DWD warnt daher weiterhin vor erhöhter Unfallgefahr.

Polarwirbel als möglicher Garant für frostige Temperaturen in Sachsen-Anhalt

Ein Blick auf die weiteren Prognosen zeigt: Entwarnung ist nicht in Sicht. Wettermodelle deuten darauf hin, dass die Kälte in Deutschland weiter anhält. Die Temperaturen bleiben unter dem Gefrierpunkt. Somit sind neue Schneefälle und glatte Straßen weiterhin möglich.

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Mehrere Wetterexperten weisen zudem auf eine Schwächung des Polarwirbels hin. Normalerweise hält dieser die Polarluft gebündelt über Osteuropa. Gerät dieses System ins Wanken, kann die arktische Luft weit nach Mitteleuropa ausbrechen. Meteorologen schließen daher auch länger anhaltenden Frost nicht aus.