Magdeburg (dpa) l Mit mehreren Programmen will Sachsen-Anhalt den digitalen Unterricht vorantreiben. Zum neuen Schuljahr starten 17 sogenannte Netzwerkschulen, in denen Konzepte für digitalen Unterricht getestet werden sollen, wie das Bildungsministerium mitteilte. Am Donnerstag stattete Bildungsminister Marco Tullner (CDU) unter anderem dem Werner-von-Siemens-Gymnasium in Magdeburg einen Besuch ab, das zu den ausgewählten Schulen gehört.

Zudem habe das Land im Sommer Software, interaktive Materialien und Medien beschafft, die bei digitalen Unterrichtsformaten helfen sollen, hieß es. Dafür seien 1,3 Millionen Euro investiert worden. Online sei ein Digicampus eingerichtet worden, auf dem Lehrkräfte Infos über Fortbildungen und erste Infomaterialien fänden.

Dabei soll es eigentlich erstmal keinen digitalen Fernunterricht geben. Am Donnerstag startete für rund 200.000 Schülerinnen und Schüler sowie Tausende Pädagoginnen und Pädagogen das neue Schuljahr. Geplant ist täglicher Unterricht für alle im möglichst normalen Betrieb. Diesen gab es zuletzt vor den coronabedingten Schulschließungen Mitte März.

Als Corona-Schutzmaßnahme gilt bis Freitag auf allen Schulgeländen eine Maskenpflicht, allerdings nicht während des Unterrichts. Von Montag an legen Schulleitungen selbst die Schutzvorkehrungen fest. Sollte es Corona-Fälle an Schulen geben oder in einer Region die Fallzahlen stark ansteigen, ist vorgesehen, dass Schulen in das Wechselmodell umschwenken. Dabei werden die Klassen geteilt und lernen abwechselnd von zu Hause aus sowie in der Schule.

Möglichst alle Lehrkräfte sollten die Möglichkeit bekommen, digitale Unterrichtsformen zu nutzen, so Tullner. Zudem betreibe das Land mit den Programmen Vorsorge, falls wieder Distanzunterricht nötig sei.