Ballenstedt l Tödliches  Ende einer Drückjagd in einem Harzer Privatwald bei  Ballenstedt: Ein 81 Jahre alter Jäger ist unter bislang ungeklärten Umständen ums Leben gekommen.

Die Staatsanwaltschaft in Halberstadt schließt nach bisherigen Ermittlungen einen Selbstmord aus. Damit fokussieren sich die Ermittler nun auf die Frage, ob es sich um einen tragischen Jagdunfall handelt oder der Mann aus Niedersachsen womöglich einem Verbrechen zum Opfer fiel. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen dabei mehr als 60 sichergestellte Waffen der Jagd-Kollegen.

Die Treibjagd mit den mehr als 60 Jägern fand bereits am Sonnabend auf rund 500 Hektar Fläche im Privatwald von Karl Busche statt. Der 75-Jährige besitzt auch das Ballenstedter Jagdschloss Röhrkopf. 

Jagd auf Schwarzwild

Er war selbst auch der Ausrichter der Jagd, vorrangig auf Schwarzwild, und sagt: „Nach Abschluss der Jagd wurde der Mann vermisst. Ein Jäger hat ihn dann unter einem Hochsitz liegend entdeckt. Ich bin zusammen mit zwei Ärzten aus der Jägerschaft sofort dorthin, wir konnten aber nichts mehr machen.“ Beim Opfer handele es sich um den besten Freund seines Freundes.

Der Tote, ein erfahrener Jäger, weise am Kopf eine Schusswunde auf, sagte Hauke Roggenbuck, Chef der Staatsanwaltschaft in Halberstadt. Um zu klären, womit das Projektil abgefeuert wurde, würden nun die mehr als 60 beschlagnahmten Jagdwaffen ballistisch untersucht.

Ob der tödliche Schuss aus der Jagdwaffe des Opfers stammt, ist bislang unklar. Der 81-Jährige, der in Niedersachsen gelebt hat, hinterlässt eine Frau und mehrere Kinder.