Streit um Kündigung des Magdeburger Zoodirektors

Von dpa
Ehemaliger Leiter des Zoos Magdeburg Kai Perret mit seinem Anwalt.
Ehemaliger Leiter des Zoos Magdeburg Kai Perret mit seinem Anwalt. Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Magdeburg - Die Streitigkeiten um die Kündigung des ehemaligen Magdeburger Zoodirektors Kai Perret sollen außergerichtlich beigelegt werden. Darauf verständigten sich Perret und der Rechtsvertreter des beklagten Zoos am Dienstag am Landgericht Magdeburg. Zuvor hatte die Vorsitzende Richterin Inka Semmler die Auffassung des Gerichts deutlich gemacht, dass die Kündigung Perrets vom 3. März 2020 auf jeden Fall wirksam geworden ist - sie ließ jedoch offen, ob mit sofortiger Wirkung oder mit Wirkung zum 30. Juni 2020.

Der ehemalige Zoodirektor wollte mit seiner zivilrechtlichen Klage erreichen, dass die Kündigung für unwirksam erklärt wird. Er sah keine wirksamen Gründe für eine fristlose oder eine ordentliche Kündigung. Zur Erörterung der Gründe für Kündigung und ob diese tatsächlich ausreichten, kam das Gericht am Dienstag nicht. Die Parteien zogen sich für ein Gespräch zurück und erklärten anschließend, sie wollten eine außergerichtliche Einigung anstreben.

Bei dem Vergleich sollte es laut der Vorsitzenden Richterin Semmler zum einen um Perrets Bezahlung für die Zeit bis zur Wirksamkeit der Kündigung gehen, zum anderen um die Herausgabe von Unterlagen, die der Zoo von Perret fordert, und um ein Arbeitszeugnis für den ehemaligen Zoodirektor.

Details zu den Kündigungsgründen sind damit weiter nicht öffentlich. Medienberichten zufolge war es unter anderem um Fragen des Tierwohls gegangen. Perret, der seit 2003 Chef des Zoos war, hatte alle Vorwürfe stets zurückgewiesen.