Magdeburg (dpa) l Während die Zahl der Studierenden an deutschen Hochschulen einen Höchststand erreicht hat, ist sie in Sachsen-Anhalt gesunken. Im aktuellen Semester waren hierzulande nach vorläufigen Zahlen knapp 54 500 Frauen und Männer eingeschrieben und damit 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Bundesweit waren 2.897.300 Studierende registriert und damit ein Prozent mehr als im Wintersemester 2018/19.

Die Zahl der Studienanfänger ging den vorläufigen Zahlen zufolge so stark zurück wie in keinem anderen Bundesland. Während 2018 noch rund 10.050 Menschen ein Studium aufnahmen, waren es in diesem Jahr nur noch knapp 9500. Das entspricht einem Minus von 5,6 Prozent. Bundesweit begannen 508.200 Menschen ein Studium, das war ein Rückgang von 0,7 Prozent.

Rückläufige Studierendenzahlen verzeichnen der Statistik zufolge neben Sachsen-Anhalt auch Sachsen (minus 0,8 Prozent), Rheinland-Pfalz (minus 0,5 Prozent) und Brandenburg (minus 0,3 Prozent). Zudem gab es bedingt durch den Umzug einer privaten Fachhochschule von Bad Honnef nach Erfurt einen Rückgang in Nordrhein-Westfalen und ein deutliches Plus in Thüringen.

Bei den Studienanfängern haben auch Rheinland-Pfalz (minus 4,9 Prozent) und Hessen (minus 4,2 Prozent) deutliche Verluste. Zu den Gewinnern gehörten Hamburg und Bremen.