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Störung behoben, weitere Zugausfälle

Es war Sabotage: Störung bei Deutscher Bahn aufgrund von Fremdeinwirkung

Pendler aus Sachsen-Anhalt müssen sich weiterhin auf Einschränkungen im Zugverkehr, insbesondere nach Niedersachsen, einstellen. Auslöser ist eine Technische Störung bei der Deutschen Bahn, die laut Angaben der Bahn auf einen Sabotageakt zurückgeführt werden können.

Aktualisiert: 08.10.2022, 13:19
Nach Sabotageakt: Der Zugverkehr läuft nach Störungen im gesamten Norden Deutschlands sowie nach Amsterdam und Kopenhagen wieder an. Symbolbild:
Nach Sabotageakt: Der Zugverkehr läuft nach Störungen im gesamten Norden Deutschlands sowie nach Amsterdam und Kopenhagen wieder an. Symbolbild: dpa

Magdeburg/Berlin (vs/dpa) - Harte Zeiten für Pendler und Urlauber aus Sachsen-Anhalt. Denn die Deutsche Bahn meldete am Morgen, dass der gesamte Zugverkehr in Norddeutschland, darunter insbesondere auch Niedersachsen, lahmgelegt sei. Hinzu komme, dass offenbar auch Züge nach Kopenhagen und Amsterdam von den Ausfällen betroffen seien.

Mittlerweile ist die Sprache von einem Sabotageakt. "Aufgrund von Sabotage an Kabeln, die für den Zugverkehr unverzichtbar sind, musste die Deutsche Bahn den Zugverkehr im Norden heute Vormittag für knapp drei Stunden einstellen", so eine Sprecherin des Unternehmens. Die zuständigen Sicherheitsbehörden ermittelten, berichtet dpa.

Grund dafür sei ein Ausfall des digitalen Zugfunksystems GSM-R (Global System for Mobile Communications – Rail) gewesen. Die Störung soll den Regional- und Fernverkehr in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein betreffen. Die Züge werden laut eines Sprechers der Deutschen Bahn an den jeweiligen Bahnhöfen zurückgehalten.

Mittlerweile sei die Störung zwar behoben, heißt es von Seiten der Deutschen Bahn, aber Zugausfälle gebe es wohl noch im weiteren Tagesverlauf.

"Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Reisenden und informieren, sobald wir genauere Erkenntnisse zur Dauer der Störung haben", teilt die Bahn ihr Bedauern mit. Das Unternehmen bitte Reisende, sich in den digitalen Auskunftsmedien, im DB Navigator oder auf bahn.de, vorab über ihre Verbindungen zu informieren.

Die heftige Störung am Samstagmorgen bei der Bahn in Norddeutschland hat nach Angaben des Unternehmens kaum Auswirkungen für Reisende in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. „Eigentlich gehen wir nicht davon aus“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstagmittag. Zwar seien noch bis in den Mittag in der Folge der Störung des Zugfunks Ausfälle und Verspätungen in Richtung Norden möglich, davon seien die Verbindungen etwa über Halle, Erfurt und Leipzig aber nicht betroffen.

Allerdings kann es in der Folge in der Region teils zu vollen Zügen kommen. Denn das Unternehmen empfahl Reisenden, die zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Berlin und Baden-Württemberg oder der Schweiz unterwegs waren, etwa Verbindungen über Erfurt zu nutzen.