Übergriffe und Strafanzeigen nach AfD-Demonstration

Halle (dpa/sa) - Nach einer Demonstration der rechtskonservativen Alternative (AfD) für Deutschland und Gegenveranstaltungen in Halle werfen sich beide Seiten Übergriffe vor. Die Polizei bestätigte, dass an verschiedenen Auseinandersetzungen am Mittwochabend etwa 40 Personen beider Seiten beteiligt gewesen seien. Von 18 Menschen seien die Personalien festgestellt worden. Der Polizei lagen am Donnerstag 12 Strafanzeigen vor - unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Die Vereinigung Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage berichtete, nach Abschluss der AfD-Kundgebung seien aus Reihen der Teilnehmer am Riebeckplatz Gegendemonstranten mit Flaschenwürfen angegriffen worden. Am Rannischen Platz und am Franckeplatz seien mehrere Menschen bei Übergriffen verletzt worden. Mindestens zwei hätten stationär behandelt werden müssen, nachdem sie von etwa 25 mutmaßlichen Rechtsextremen angegriffen worden seien.

Die AfD warf den Gegendemonstranten ihrerseits Attacken vor: 50 aus dem linken Spektrum stammende Gewalttäter seien am Hallmarkt mit Steinwürfen, Schlägen und Tritten auf Parteimitglieder und Sympathisanten losgegangen. Durch Pflastersteine sei ein Fahrzeug schwer beschädigt worden.