Halle (dpa) l Auf Sachsen-Anhalts Straßen sind im ersten Halbjahr trotz gesunkener Unfallzahlen mehr Menschen als im Vorjahreszeitraum ums Leben gekommen. Es wurden 65 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet, wie das Statistische Landesamt am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Das waren sechs mehr als im ersten Halbjahr 2017 und entspricht einem Plus von zehn Prozent. Bundesweit sank die Zahl der Verkehrstoten im gleichen Zeitraum hingegen um 3,3 Prozent auf 1474.

Allerdings: Insgesamt waren 2017 bei Verhehrsunfällen in Sachsen-Anhalt 132 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl markiert einen historischen Tiefstand der jährlichen Verkehrstoten im Land.

Sachsen-Anhalt bleibt das Bundesland, in dem das Risiko rechnerisch am höchsten ist, im Straßenverkehr zu sterben. Je eine Million Einwohner seien 29 Verkehrstote gezählt worden, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen waren es mit zwölf Unfalltoten je eine Million Einwohner nicht einmal halb so viele.

Insgesamt wurde die Polizei in Sachsen-Anhalt seltener zu Verkehrsunfällen gerufen. Im ersten Halbjahr registrierten die Statistiker knapp 35 500 Unfälle, 2,1 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2017. Bei einem Großteil blieb es bei Blechschäden.