Magdeburg l Klare Sprache, klare Kante, klare Botschaften: So tritt der neue Ärzte-Chef der Magdeburger Uniklinik auf. Mit der vorübergehenden Schließung der Krebsstation wegen schwerer Mängel hat er den Fokus auf den katastrophalen Zustand in Teilen der Klinik gerichtet. Nicht zuletzt die Untätigkeit des Aufsichtsrates um den Vorsitzenden Armin Willingmann, der die schlimmen Missstände schon lange kennt, hat den Ärzte-Chef fast schon dazu gezwungen, die Flucht nach vorn anzutreten. Wären die Probleme weiter verschwiegen worden (was manch einem im Aufsichtsrat offenkundig recht wäre), hätte die Gefahr bestanden, dass die Missstände noch schlimmer werden.

Der Ärzte-Chef hat erreicht, dass das Thema Unikliniken auf der landespolitischen Agenda nach ganz oben rutscht. Gut so! Die Sparpolitik in der vorigen Legislatur (2011 bis 2016) hat den Kliniken schwer geschadet. Jetzt ist ein Umdenken erkennbar. Aus der Politik kommen positive Signale, mehr Geld für die Kliniken bereitzustellen. Ein Anfang ist gemacht.