Magdeburg (dpa) l Um E-Mobilität alltagstauglicher zu gestalten, will das Land Sachsen-Anhalt in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro in die Ladeinfrastruktur investieren. Mit dem Geld könnten bis zu 168 öffentlich zugängliche Normal- und 42 Schnellladepunkte für Elektromobile gefördert werden, teilte das Verkehrsministerium in Magdeburg mit. 72 hauptsächlich ländliche Standorte seien in dem Förderaufruf benannt. Demnach kann die Einrichtung jedes Normalladepunktes mit höchstens 2500 Euro und jedes Schnellladepunktes mit höchstens 12.000 Euro unterstützt werden.

An einem Ladepunkt kann nur ein Elektromobil gleichzeitig aufgeladen werden. Eine Ladestation bestehe gewöhnlich aus zwei dieser Punkte, so das Ministerium. Dementsprechend verdoppeln sich pro Station die jeweiligen Fördersummen. Hinzu komme der Netzanschluss pro Standort, der mit maximal 5000 Euro gefördert werde.

Anträge können zwischen dem 1. März und 30. April bei der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH eingereicht werden. Voraussetzung sei unter anderem, dass die Stromzapfsäule bis spätestens 29. November in Betrieb gehe und dann mindestens sechs Jahre lang jeden Tag rund um die Uhr genutzt werden könne.

Bis 2020 soll es in Sachsen-Anhalt laut des im März 2018 von der Landesregierung beschlossenen Ladeinfrastrukturkonzepts 1300 öffentliche Ladepunkte für Elektroautos geben. Im vergangenen Dezember waren laut Ministerium landesweit 406 gemeldete Stromzapfsäulen aktiv, 322 Normal- und 84 Schnellladepunkte. In Halle gebe es insgesamt 54 Ladepunkte, in Magdeburg 46. Der Landkreis Jerichower Land sei mit zehn solcher Punkte am schlechtesten ausgestattet.

Mit der Förderung solle vor allem die Situation in den Regionen außerhalb der Ballungszentren verbessert werden. Elektromobilität müsse nicht nur in Städten, sondern überall im Land vorkommen, hieß es. Landesweit waren Ende 2018 laut Ministerium 1798 Elektrofahrzeuge zugelassen.