Leipzig (dpa) l Der Grüne Pfeil ist in den Großstädten in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt seltener anzutreffen als noch vor Jahren. Wie der MDR unter Verweis auf eine Umfrage seines TV-Magazins "Umschau" am Dienstag berichtet, wurde innerhalb von 15 Jahren in Magdeburg, Chemnitz und Leipzig etwa jeder dritte Grüne Pfeil abmontiert, der das Rechtsabbiegen bei Rot an einer Ampel nach dem Anhalten erlaubt.

In Halle, Dresden und Jena betrug die Abbau-Quote elf, sechs und drei Prozent, während in Erfurt neue Grünpfeile dazukamen – auf einem mit insgesamt 31 vergleichsweise geringen Niveau. Spitzenreiter ist laut dem Bericht die sächsische Landeshauptstadt Dresden mit 245, gefolgt von Chemnitz mit 140 und Leipzig mit 120.

In westdeutschen Städten über 100.000 Einwohner werden die Verkehrsschilder, die dort erst 1994 eingeführt wurden, noch radikaler entfernt. So seien in Frankfurt am Main gut drei Viertel, in Hamburg und Köln fast zwei Drittel und in München fast die Hälfte verschwunden.

Nach einer aktuellen Studie des Fußgänger-Fachverbandes Fuß herrsche an Kreuzungen mit Grünpfeil eine erhöhte Unfallgefahr. Für den ADAC bedeutet er mehr Durchlass und weniger Abgas, was der Umwelt zugute kommt. Laut MDR lässt die Bundesanstalt für Straßenwesen den Grünen Pfeil für Radfahrer in neun Großstädten testen, auch in Leipzig.