Magdeburg (dpa) | In diesem Jahr sind in Sachsen-Anhalt schon mehrere Hundert Menschen an der Grippe erkrankt. In den ersten fünf Wochen des Jahres seien 451 Fälle gemeldet worden, im Vorjahr seien es im gleichen Zeitraum 399 gewesen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag. Die Zahlen seien etwas höher, aber durchaus vergleichbar. "Aus den Arztpraxen wird aber gemeldet, dass es schwerere Verläufe gibt, insbesondere bei jüngeren und nicht geimpften Patienten."

Die Neue Grippe, auch Schweinegrippe genannt, sei in diesem Jahr stärker vertreten. Das Immunsystem älterer und geimpfter Menschen sei darauf besser vorbereitet.

Nach wie vor gelte der Appell, sich impfen zu lassen. Das sei auch jetzt noch sinnvoll. Ein Gespräch mit dem Hausarzt sei auf jeden Fall lohnenswert. Landesweit stehen für die laufende Grippesaison 760 000 Impfdosen bereit. Ein ausreichender Schutz besteht ab zwei bis vier Wochen nach der Impfung. Er hält dann etwa ein halbes Jahr lang.
Damit war 2015 ähnlich wie 2013 und 2009 ein heftiges Grippejahr.

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden vergangenes Jahr insgesamt 6677 Erkrankte in Sachsen-Anhalt gezählt.