Wahl zu Landtagsvize: AfD-Kandidat fällt durch

Von dpa
Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Tobias Rausch (r) und der Abgeordnete Matthias Büttner.
Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Tobias Rausch (r) und der Abgeordnete Matthias Büttner. Ronny Hartmann/dpa

Magdeburg - Der AfD-Abgeordnete Matthias Büttner ist bei der Wahl der Vizepräsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt durchgefallen. Er erreichte im ersten Wahlgang in der konstituierenden Sitzung am Dienstag nur 32 Ja-Stimmen, bei 62 Nein-Stimmen. Mehrere Parteien hatten die Aufstellung Büttners im Vorfeld kritisiert.

Der Staßfurter war unter anderem in die Kritik geraten, als er im vorigen Jahr im Landtag damit drohte, einen Mob mit Fackeln und Mistgabeln vor die Büros anderer Abgeordneter zu führen. Dennoch bekam Büttner 9 Stimmen mehr als die AfD Sitze im Landtag hat (23).

Zuvor hatten die 97 Abgeordneten des neu gewählten Landtags den bisherigen Kultur-Staatssekretär Gunnar Schellenberger (CDU) zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Der 61-Jährige bekam auf Anhieb 64 Ja-Stimmen. Auch die Kandidatin der CDU für die Vizepräsidentin, die frühere Justizministeriun Anne-Marie Keding, erhielt mit 46 Ja- und 43 Nein-Stimmen eine Mehrheit.