Halle (dpa) l Sachsen-Anhalt hat zum fünften Mal in Folge mehr Zuzüge als Wegzüge gezählt. Das Plus belief sich im vorigen Jahr auf knapp 1760 Menschen, wie das Statistische Landesamt am Montag in Halle mitteilte. Damit schmilzt der sogenannte jährliche Wanderungsgewinn weiter. Als Sachsen-Anhalt 2014 erstmals mehr Zu- als Wegzüge verzeichnete, lag das Plus laut Statistik bei 4270 Menschen. Ein Jahr später kamen in Summe sogar 24.500 mehr ins Land als ihm den Rücken kehrten. Seitdem sinkt der Wanderungsgewinn laut Statistik wieder kräftig.

Die rechnerischen Gewinne ergeben sich vor allem daraus, dass weniger Menschen aus Sachsen-Anhalt wegziehen, wie die Statistiker weiter mitteilten. Dennoch verlassen nach wie vor mehr deutsche Staatsbürger das Bundesland als herziehen. Das Wanderungsplus speist sich einzig durch Menschen mit Pässen anderer Nationen. Drei von vier ausländischen Einwanderern waren unter 31 Jahre alt.

Der leicht positive Wanderungssaldo allein löst Sachsen-Anhalts demografisches Problem nicht. Nach wie vor schrumpft das Bundesland, weil deutlich mehr Einwohner sterben als geboren werden. Laut Statistischem Landesamt lag das Minus Ende 2018 im Vergleich zum Vorjahr bei 0,7 Prozent. Bis auf Magdeburg und Halle meldeten alle Regionen Bevölkerungsrückgänge.