Weitere Helfer packen in Katastrophenregionen an

Von dpa
Eine Dienstmütze der Feuerwehr liegt auf einem Stuhl.
Eine Dienstmütze der Feuerwehr liegt auf einem Stuhl. Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Halle/Magdeburg - Wegen der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind weitere Helfer aus Sachsen-Anhalt in die betroffenen Gebiete aufgebrochen. Mehr als 80 Feuerwehrleute seien am Dienstag aus Halle nach Rheinland-Pfalz gefahren, teilte die Stadt mit. Die Einsatzaufträge würden vor Ort von der Einsatzleitung verteilt. Schon am Montag hatten sich nach Angaben des Innenministeriums rund 85 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Harz auf den Weg in die Eifel gemacht.

Landesweit stehen viele weitere Helferinnen und Helfer bereit. „Wir reagieren ja auf die Anforderungen“, sagte Innenminister Michael Richter (CDU) am Dienstag in Magdeburg. Es zeige sich, dass in Nordrhein-Westfalen aufgrund der Größe des Landes auch viele Hilfskräfte aus dem eigenen Land gewonnen werden könnten. Die Anforderungen aus Rheinland-Pfalz seien andere.

Schon am Sonntag hatte das Innenministerium mitgeteilt, dass aus Sachsen-Anhalt 62 Beamte der Bereitschaftspolizei und drei Diensthundeführer samt Polizeihubschrauber auf dem Weg in die betroffenen Orte seien. Die Beamten sollen den Angaben zufolge unter anderem die Suche nach Vermissten unterstützen, Zufahrten kontrollieren und die Rettungswege frei halten.

Auch der Landesverband des Technischen Hilfswerks in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt werde voraussichtlich mit etwa 150 Kräften in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz sein, teilte eine Sprecherin mit. Am Dienstag startete demnach ein THW-Zug aus Magdeburg. Am Montag waren bereits Experten für die Sicherheit von Gebäuden und Versorgungshelfer unter anderem aus Quedlinburg, Halle und Burg angereist.

Von anderen Organisationen wie den Maltesern und dem Deutschen Roten Kreuz wurden eigenen Angaben zufolge aus Sachsen Anhalt noch keine Einsatzkräfte angefordert. Einige säßen „auf gepackten Taschen“, sagte eine Sprecherin des DRK Sachsen-Anhalt. Das DRK habe am Dienstag aber eines der geländegängigen Fahrzeuge nach Koblenz schicken können.