Magdeburg (dpa) l Der Sommer in Sachsen-Anhalt war auch in diesem Jahr wieder besonders warm, trocken und sonnig – allerdings nicht so extrem wie im Vorjahr. Die Durchschnittstemperatur habe mit 19,0 Grad Celsius 2,1 Grad über dem langjährigen Mittelwert gelegen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag mit. Etwa 690 Stunden lang schien demnach die Sonne über Sachsen-Anhalt – 80 Stunden mehr als im Vorjahr.

2019 war Sachsen-Anhalt mit gerade 115 Litern Niederschlag pro Quadratmeter im Sommer das trockenste aller Bundesländer gewesen. Diesen Titel ist Sachsen-Anhalt nun los: Dieses Jahr kamen durchschnittlich 155 Liter Regen pro Quadratmeter runter, 20 Liter mehr als im nun trockensten Land Brandenburg, aber immer noch 22 Liter weniger als im langjährigen Durchschnitt.

Einen Rekord hält Sachsen-Anhalt aber auch in der diesjährigen DWD-Sommerbilanz: Am 1. Juni wurde am Brocken mit 0,5 Grad Celsius die niedrigste Temperatur des Sommers in Deutschland gemessen.

Die Meteorologen verzeichneten auch einige Extremwetter-Ereignisse. Bei einem starken Gewitter am 13. Juni maß der DWD bei Magdeburg binnen 24 Stunden einen Niederschlag von 133,4 Litern pro Quadratmeter – das war einer der höchsten Werte überhaupt. Auch am vergangenen Wochenende hatte es örtlich kräftige Regenschauer gegeben: In Naumburg fielen laut DWD zwischen Sonntagmorgen und Montagmorgen 46,2 Liter Regen pro Quadratmeter.