Magdeburg l Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) zeigt sich offen dafür, die Winterferien auszusetzen, um Unterrichtsstoff nachzuholen, der wegen der Corona-Pandemie aktuell nicht vermittelt werden kann:

„Wenn am 1. Februar wieder ein eingeschränkter Regelunterricht mit täglich wechselnden Halbgruppen für alle Schulklassen möglich ist, sollten wir darüber nachdenken, ob es klug ist, bereits eine Woche später in die Ferien zu gehen", sagte Tullner am Donnerstag der Volksstimme.

Nach aktuellem Stand spreche viel dafür, die Ferien auszusetzen, um möglichst viel Präsenzunterricht zu ermöglichen. "Da Urlaubsreisen oder andere Aktivitäten kaum möglich sind, wären damit auch kaum persönliche Einschnitte verbunden. Wir werden dann in der Folge darüber nachdenken, wie man die Ferien kompensieren kann."

Entschieden sei aber noch nichts: "Final werden wir diese Frage in der kommenden Woche entscheiden, wenn wir absehen können, wie sich die Zahlen weiter entwickeln", ergänzte Tullner.

Sachsen-Anhalt wäre nicht das einzige Bundesland, in dem es wegen pandemiebedingter Schulschließungen zu Veränderungen der Ferienzeiten kommt. Thüringen beispielsweise hat bereits entschieden, die Winterferien auf die letzte Januarwoche vorzuziehen. Die Ferien im Februar entfallen.

Nach dem von Bund und Ländern vereinbarten Lockdown findet Präsenzunterricht in Sachsen-Anhalt ab Montag vorerst nur für die Abschlussjahrgänge statt. Alle anderen Klassen bleiben vorerst bis 31. Januar im Distanzunterricht.