Wissenschaftskonferenz: Willingmann neuer Vorsitzender

Von dpa
Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann.
Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann. Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Magdeburg - Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) ist von seinen Amtskollegen aus Bund und Ländern einstimmig zum Vorsitzenden der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) gewählt worden. Das teilte das Wissenschaftsministerium am Donnerstag in Magdeburg mit und verwies auf eine entsprechende Mitteilung der GWK-Geschäftsstelle. Willingmann folgt auf den rheinland-pfälzischen Wissenschaftsminister Konrad Wolf (ebenfalls SPD), der den Vorsitz nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz und seinem Ausscheiden aus der Landesregierung abgeben musste.

Die GWK ist den Angaben zufolge die zentrale Einrichtung von Bund und Ländern zur Abstimmung in Wissenschafts- und Forschungsfragen. Das Gremium verhandelt über und beschließt gemeinsame Programme zur Wissenschaftsförderung sowie zur Unterstützung von Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen wie etwa die sogenannte Exzellenzinitiative. Das finanzielle Volumen der gemeinsamen Vorhaben beträgt laut Ministerium aktuell rund 15 Milliarden Euro pro Jahr.

Auch die Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Sachsen-Anhalt hätten bereits von den Bundesprogrammen profitieren können, die in der GWK beschlossen wurden, hieß es. Allein zwischen 2016 und 2020 hätten die Hochschulen des Landes insgesamt 447,13 Millionen Euro Drittmittel daraus erhalten. Zudem bekommt Sachsen-Anhalt diesen Angaben nach im Bereich der institutionellen Förderung vom Bund etwa 230 Millionen Euro pro Jahr, zu denen das Land zusätzlich noch einen Eigenanteil von 100 Millionen Euro jährlich beisteuert. Von den rund 330 Millionen Euro werden unter anderem die Leibniz-Institute, die Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft sowie die Institute der Max-Planck-Gesellschaft in Sachsen-Anhalt finanziert.