Wissler: Themen offensichtlich nicht rübergebracht

Von dpa
Janine Wissler, Parteivorsitzende Die Linke, gibt ein Pressestatement zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt.
Janine Wissler, Parteivorsitzende Die Linke, gibt ein Pressestatement zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Andreas Gora/dpa/Archivbild

Berlin - Die Co-Chefin der Linken, Janine Wissler, hat sich nach dem schlechten Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt selbstkritisch gezeigt: „Natürlich, wenn man am Ende über fünf Prozent verliert, dann kann man nur feststellen, dass man die Themen offensichtlich nicht so rübergebracht hat, wie man das gerne wollte“, sagte sie am Montag im Fernsehsender Phoenix. Das Wahlergebnis sei „wirklich eine Enttäuschung“ für die Linke. Eine Rolle habe sicher der „gefühlte Zweikampf“ zwischen CDU und AfD gespielt. Viele hätten offensichtlich aus taktischen Gründen die CDU gewählt, damit die AfD nicht stärkste Partei werde.

Für die Bundestagswahl setze die Linke weiterhin auf ihre Kernthemen, sagte Wissler. „Ich denke, die Themen soziale Gerechtigkeit und Umverteilung, das sind doch die Themen der Stunde. Weil die Frage ist, wer zahlt die Kosten der Krise? Und da sagen wir, die Profiteure der Krise müssen zur Kasse gebeten werden. Unternehmen wie Amazon müssen vernünftig besteuert werden. Und das sind ja alles Themen, wo auch Umfragen sagen, die sind mehrheitsfähig in der Bevölkerung.“

Die Linke war am Sonntag bei der Landtagswahl von 16,3 auf 11 Prozent abgerutscht und kam damit auf ihr schlechtestes Ergebnis in Sachsen-Anhalt seit der deutschen Einheit.