Magdeburg (dpa) l Die Zahl der leerstehenden Wohnungen in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen 13 Jahren mehr als halbiert. Noch immer sind jedoch rund 32.000 Wohnungen im Land unbewohnt, wie die Wohnungswirtschaft am Dienstag mitteilte. Das sind den Angaben zufolge rund 39.000 Wohnungen weniger als 2005. Die Verbände der Wohnungswirtschaft und Wohnungsgenossenschaften führen den Rückgang vor allem auf den Abriss von Gebäuden zurück. Ohne diesen Abriss wäre der Leerstand gestiegen, hieß es. Die Leerstandsquote betrug im vergangenen Jahr 5,8 Prozent in den Großstädten Magdeburg und Halle, in den übrigen Landesteilen waren es 12,7 Prozent.

Im kommenden Jahr wollen die Wohnungsunternehmen der Verbände rund 500 Millionen Euro investieren. Altersgerechte Wohnformen und mehr Energieeffizienz sind den Angaben zufolge die Schwerpunkte. In diesem Jahr seien etwa 460 Millionen Euro in die rund 330.000 Wohnungen der Verbände investiert worden. Seit 1990 waren es den Angaben zufolge etwa 19 Milliarden Euro. Neben der Erhaltung und Modernisierung sei das Geld auch in den Neubau von Wohnungen geflossen.

Kein Mangel an Wohnraum

Die Unternehmen verlangen im Durchschnitt fünf Euro Kaltmiete je Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Mieten um zwei Prozent gestiegen. Anders als in vielen Ballungszentren wie Hamburg, München oder Berlin bestehe in Sachsen-Anhalt kein Mangel an Wohnraum, hieß es. Für 2019 prognostizieren die Verbände eine Durchschnittsmiete von 5,05 Euro pro Quadratmeter.